Wie man aktiv Personal rekrutiert

Active Sourcing: Die besten Methoden und warum sich aktives Recruiting lohnt

In Zeiten des Fachkräftemangels sind passende KandidatInnen schwer zu finden. Active Sourcing ist dabei ein Trend, der viele Vorteile mit sich bringt. Aktiv auf Kandidaten zuzugehen ist zwar nicht neu, jedoch haben sich in den letzten Jahren einige neue Möglichkeiten aufgetan. Wir erklären Ihnen, warum es sich lohnt aktive Personalbeschaffung zu betreiben, was Sie dabei beachten müssen und welche die besten Tools sind.

Inhalt:

Active Sourcing bedeutet aktive Personalbeschaffung und meint die direkte Ansprache von Kandidaten

Scannen Sie CV-Datenbanken oder Karrierenetzwerke um ein direktes Angebot machen zu können. Halten sie Ihre Ansprache dabei immer individuell und versenden Sie auf gar keinen Fall Massen-Mails!

Karriere-Seiten, Talent-Pool, Refferral Sourcing, Profile Mining, CV-Database Search, Boolesche Befehle, Talent Mining, Harvesting, Talent Networking

Was ist Active Sourcing?

Active Sourcing lässt sich mit „Aktive Personalbeschaffung“ ins deutsche übersetzen. Im Gegensatz zum klassischen Recruiting wird hier nicht nur die Stellenanzeige veröffentlicht und auf den Bewerbungseingang gewartet. Recruiter suchen selbst passende Kandidaten, sprechen sie an und bauen idealerweise eine Beziehung zu ihnen auf. So durchforsten Unternehmen Lebenslaufdatenbanken oder Karrierenetzwerke, um Personen mit geeigneten Profilen ein direktes Job-Angebot unterbreiten zu können

Grafik Unterschied Aktive und passive Personalbeschaffung

In der heutigen Zeit gewinnt die Candidate Experience immer mehr an Bedeutung. Wegen dem großen Angebot an Stellen, müssen Unternehmen mehr denn je darauf achten, den Bewerbungsprozess als positive Erfahrung zu gestalten. Laut einer aktuellen Studie wollen mehr als 50% der Kandidaten umworben werden. Sie werden lieber von Personalern angesprochen, als selbst eine Bewerbung abzuschicken. Sogar 18% der befragten gaben an, dass Sie das Unternehmen gewechselt haben nachdem sie von einem Recruiter kontaktiert wurden.

Ein weiterer Faktor der für aktives Sourcing spricht ist die Ersparnis von Kosten. Durch direkte Ansprache gestalten Sie Ihren Recruiting-Prozess effizienter, denn sie erreichen passive Kandidaten die perfekt zu Ihnen passen. Idealerweise bauen Sie sich so einen Kandidaten-Pool auf, auf den Sie immer wieder zurückgreifen können. Das spart vor allem Zeit aber auch Geld, das Sie wohlmöglich durch diese Methode nicht mal mehr für Stellenanzeigen ausgeben müssen.

Grundsätzlich eignet sich aktive Personalbeschaffung für alle Unternehmen  aus jeder Branche. Heute wird bereits jede zehnte Stelle durch Active Sourcing besetzt. Besonders sinnvoll ist diese Art von Recruiting jedoch für kleiner und mittelständische Unternehmen, da diese meist noch kaum bekannt sind. Durch Aktives Sourcing erreichen Sie den gesamten Kandidatenpool. Das heißt Sie sprechen nicht nur Leute an, die aktiv auf der Suche nach einem Job sind

Active Sourcing ist, wie eingangs erwähnt, gerade zunehmend im Trend, weshalb qualifizierte, gut ausgebildete Kandidaten oftmals sogar mehrmals am Tag angeschrieben werden. Das kann durchaus nervig sein und abschrecken. Das größte No-Go im aktiven Recruiting ist das Vorgehen ohne Plan. Recherchieren und informieren Sie sich im Vorfeld über die Personen und versenden Sie keine standardisierten Massen-Texte. Kein Kandidat will „einer von vielen“ sein. Ihr Recruiting wird so nicht erfolgreich sein und es entstehen nur Personalkosten, da Sie keine potentiellen Bewerber von sich überzeugen werden. Erhöhen Sie die Chance auf eine Rückmeldung, indem Sie jede Ansprache individuell gestalten.

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Sie sind auf der Suche nach qualifiziertem Personal? Mit unserer Erfahrung in der Personalberatung, übernehmen wir auch gerne den gesamten Prozess für Sie! Wir erstellen ein  Bewerberprofil, finden in geeigneten Datenbanken passende Kandidaten und treffen eine Vorauswahl. Kontaktieren Sie uns heute für Ihr Personal von Morgen!

Die besten Methoden für Active Sourcing

Aktive personalsuche Methoden

1. Karriere-Seite

Die einfachste Methoden ist es eine Karriere-Seite zu erstellen und zu pflegen – entweder integriert in Ihre Unternehmenswebsite oder in Social Media. Aktuell wird diese Möglichkeit nur von wenigen Unternehmen genutzt sich auf diese Weise eine Community und damit einen Talent Pool aufzubauen.

Wenn Sie eine Facebook-Seite haben oder aktiv auf XING und LinkedIn sind, schauen Sie doch ruhig einmal nach, wer dort alles so Ihre Beiträge liked! Treten Sie unbedingt mit diesen Personen in Kontakt! Wenn es sich bei den Fans um Ihre eigenen Mitarbeiter handelt, so können Sie bitten, Ihre vakanten Stellen zu teilen.  Alle anderen sind potentielle Talente, zu denen Sie eine Beziehung aufbauen können.

2. Talent Pool

Hinterlegen Sie die Daten der qualifizierten Bewerber in einer unternehmensinternen Datenbank um immer wieder darauf zurückgreifen zu können. In einem Talent-Pool werden alle Informationen von interessanten Kandidaten aufgenommen, mit denen die Recruiter in der Vergangenheit bereits Kontakt aufgenommen haben (z.B. Praktikanten, ehemalige Mitarbeiter etc.) um sie dann bei Bedarf wieder kontaktieren zu können. Das spart erstens Zeit und zweitens kennen Sie die Person bereits. Auch wenn ein Kandidat nicht unmittelbar eingestellt wird, können seine Profildaten zu einem späteren Zeitpunkt wieder relevant werden. 

Füllen Sie Ihren Talent-Pool jedoch nur mit solchen Daten, wenn Sie die ausdrückliche Einverständnis der Bewerber erhalten haben.

3. Refferral Sourcing

Bei Refferral Sourcing (Mitarbeiterempfehlung) liegt der Fokus auf den Kontakten der bereits rekrutierten Fachkräfte. Teilen die qualifizierten Mitarbeiter Ihres Unternehmens die vakanten Stellen zum Beispiel auf Social Media, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass damit potentielle Kandidaten mit ähnlicher Qualifikation angesprochen werden. Auch wird geeignetes Personal gezielt in den Kontaktlisten gesucht und kontaktiert.

Bei größeren Unternehmen bereitet Refferral Sourcing großen Aufwand. Je öfter Stellen ausgeschrieben werden, desto mehr Zeit kostet es, die Mitarbeiter darüber zu informieren und um eine Empfehlung zu bitten. Auch die Kontakte aller Fachkräfte nach potentiellen Bewerbern abzusuchen ist alles andere als einfach. Nutzen Sie deshalb eine Software (Empfehlungsmanager) und erhalten Sie so genaue Angaben darüber, welche Mitarbeiter geeignetes Personal kennen könnten.

4. Profile Mining

Profile Mining wird vor allem auf Social Media Plattformen wie Xing und LinkedIn betrieben. In diesen Business-Netzwerken wird mit Hilfe von Keywords nach passenden Kandidaten gesucht. Anschließend werden potentielle Interessenten direkt im Netzwerk angeschrieben und auf das Jobangebot  hingewiesen.

Da alle Portale semantische Algorithmen einsetzen, die immer etwas Ähnliches finden, hängt die Qualität Ihres Suchergebnisses von Ihrem Such-Können ab. Insbesondere hängt Ihr Erfolg bei der Suche von den verwendeten Job-Bezeichnungen ab. Wenn Sie zum Beispiel nur nach einem „Vertriebsmitarbeiter“ suchen, werden Ihnen alle Profile, die als Ihre Berufsbezeichnung „Sales-Manager“ angegeben haben gar nicht erst angezeigt.

5. CV-Database Search

Die CV-Database Search geht noch einen Schritt weiter. Ziel ist es, komplette Lebensläufe zu finden und damit deutlich mehr Informationen zur Verfügung zu haben als beim Profil Mining in Social Media. Job-Suchende Fachkräfte können Ihren Lebenslauf bei CV-Datenbanken hochladen, um dann von Recruitern auf passende Stellen hingewiesen zu werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen können Sie sich vorab ein genaues und ganzheitliches Bild über die potentiellen Kandidaten machen. Zum anderen sind die von Ihnen kontaktierten Personen an einem Job-Angebot interessiert und fühlen sich von Ihrer Kontaktaufnahme nicht genervt.

Die CV Database Search können Sie in entsprechenden Datenbanken, Plattformen, aber auch in Google durchführen. So bieten einige Stellenbörsen wie Monster.de eine Lebenslauf-Datenbank an. Auch Web-Portale wie about.me bieten diesen Service an. 

6. Boolesche Suche in Suchmaschienen

Die scheinbar einfachste Methode ist die Suche nach Kandidaten mittels Suchmaschinen. Doch um dabei die richtigen Treffer zu erzielen muss die Suche gelernt sein. Erfahrene Recruiter benutzen die sog. Booleschen Befehle um ihre Suche auszuweiten und zu präzisieren. Richtig angewendet ist dies das schnellste und erfolgreichste Tool aller Sourcing Methoden. Verwendet werden hier an die jeweilige Suchmaschine angepasste Befehle in Kombination mit passenden Suchbegriffen.

  • AND die Suchmaschine wird angewiesen, Ergebnisse anzuzeigen, die sowohl den einen als auch den anderen Begriff der Suchanfrage enthalten 
  • OR die Suchmaschine wird angewiesen alle Ergebnisse anzuzeigen, die einen der beiden Begriffe enthalten
  • NOT die Suchmaschine wird angewiesen nur Ergebnisse anzuzeigen, die den einen aber nicht den anderen Begriff enthalten
  • * (Wildcard): die Suchmaschine wird angewiesen alle Ergebnisse anzuzeigen, die den Wortlaut vor dem Sternchen enthalten
  • „“ ­(Anführungszeichen): die Suchmaschine wird angewiesen nur Ergebnisse anzuzeigen, die den mit „“ gekennzeichneten Begriff enthalten
  • Suchmaschinen gehen davon aus, wo nichts steht, handelt es sich um ein AND – und verhalten sich auch so.

    Vertriebsmanager Berlin ist gleichzusetzen mit Vertriebsmanager AND Berlin

  • Präziser wäre es in Bezug auf den Berufstitel mit Hilfe des Befehls OR mehrere Titel einzugeben, um alternative Schreibweisen zu finden
    (Vertriebsmanager OR ”Sales Manager” OR ”Vertriebsmitarbeiter” OR ”Account Manager”) AND Berlin
  • wenn Sie nun noch mehr potentielle Kandidaten aus Berlin und Umgebung finden möchten:
    (Vertriebsmanager OR ”Sales Manager” OR ”Vertriebsmitarbeiter” OR ”Account Manager”) AND (Berlin ”+4930” OR ”004930” OR ”030”)
  • wenn Sie nur potentielle Kandidaten mit Lebenslauf finden möchten:
    (Lebenslauf OR CV OR ”Curriculum Vitae”) (Vertriebsmanager OR ”Sales Manager” OR ”Vertriebsmitarbeiter” OR ”Account Manager”) AND (Berlin ”+4930” OR ”004930” OR ”030”)
  • So suchen Sie mit Google in LinkedIn:
    site:de.linkedin.com (Vertriebsmanager OR ”Sales Manager” OR ”Vertriebsmitarbeiter” OR ”Account Manager”) AND (Berlin ”+4930” OR ”004930” OR ”030”)
  • So suchen Sie mit Google in Xing:
    site:xing.com (Vertriebsmanager OR ”Sales Manager” OR ”Vertriebsmitarbeiter” OR ”Account Manager”) AND (Berlin ”+4930” OR ”004930” OR ”030”)
job union weisses Handy auf Weltkarte
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