Frau in technischem Beruf

Frauen in MINT-Berufen: So rekrutieren Sie mehr weibliche Talente

Von 44 Millionen erwerbstätigen in Deutschland sind allein 9,52 Millionen Menschen im technischen Bereich tätig. Laut aktuellen Studien der Bundesagentur für Arbeit wächst die Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal stetig. Circa jede vierte neu gemeldete Stelle stammt aus dem MINT-Sektor (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik), doch die Besetzung der offenen Stellen gestaltet sich schwierig. Im Durschnitt ist eine Stelle aus dem MINT-Bereich 135 Tage vakant und bleibt damit viel länger unbesetzt als in anderen Berufsgruppen. Zudem sind die aktuell angestellten Fachkräfte größtenteils im fortgeschrittenen Alter und scheiden nach und nach auf dem Arbeitsmarkt aus. Bis 2020 werden 1,38 Millionen offene Fachstellen vorausgesagt – viele MINT-Berufe sind bereits heute von akutem Fachkräftemangel bedroht. Wir verraten Ihnen deshalb, was Sie tun können, um mehr weibliches Personal zu rekrutieren.

Die Branche ist immer noch von Männern dominiert


Spannende Arbeitsfelder und attraktive Vergütung – klingt ansprechend, trotzdem bleiben unzählige Stellen unbesetzt. Dabei fehlt vor allem weibliches Personal. Laut der Bundesagentur für Arbeit steigt der Frauenanteil in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in den letzten Jahren zwar leicht, mit 15,4 Prozent ist die Beschäftigungsrate von Frauen jedoch immer noch unterdurchschnittlich. Das Potential der Branche bleibt ungenutzt, weshalb es mittlerweile zahlreiche Initiativen gibt, um Frauen für diese Berufsgruppe zu begeistern.

Das deutschlandweite Projekt „Komm, mach MINT!“ soll Schülerinnen ermutigen, sich für MINT-Fächer zu entscheiden, damit der technische Fortschritt vorangetrieben- und der drohende Engpass an Arbeitskräften ausgeglichen werden kann. Solche Projekte schaffen Unsicherheiten aus dem Weg und zeigen die Möglichkeiten auf, die der Sektor bietet. “MINT ist kein Beruf, MINT ist eine Perspektive”, so das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Und das Interesse der Frauen wächst tatsächlich – heute sind fast 30 Prozent der MINT-Studierenden weiblich.

Auch soll mehr Wert auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelegt werden. So gibt es nun an einigen Universitäten die Option des beruflichen Wiedereinstiegs für Frauen mit naturwissenschaftlichem bzw. technischem Abschluss.

Mehr Bewerbungen von MINT-Frauen erhalten


Immer mehr Frauen studieren technische Berufe und rücken im Arbeitsmarkt nach, doch Bewerbungseingänge von weiblichem Fachpersonal sind bei Ihnen Fehlanzeige?

Das Werben um die weiblichen Arbeitskräfte braucht neue Denkansätze. Aber wie muss sich ein Unternehmen aufstellen, um für Nachwuchs-MINT-Frauen attraktiver zu werden? Ihre Stellenausschreibung mag vermeintlich ansprechend gestaltet sein, doch Frauen nehmen eine Stellenanzeige anders wahr als Männer.

Alles beginnt bei der Sprache


Wie in unserem Artikel „Die Sprache der Stellenanzeige bestimmt, wer sich bewirbt“ bereits beschrieben, wirken einige Formulierungen auf Frauen abschreckend. Wenn Sie beabsichtigen mehr weibliche Talente mit Ihrer Anzeige anzusprechen, dann sollten Sie eine männliche Tonalität vermeiden. Damit gemeint sind männlich stereotypisierte Formulierungen wie „offensiv“, „durchsetzungsstark“ oder „analytisch“. Fordern Sie solche Eigenschaften, so schrecken viele Frauen zurück, denn weibliche Kandidaten schätzen oft jede Anforderung als unerlässlich ein und bewerben sich erst gar nicht.

Authentische Bilder machen einen Unterschied


Nicht nur Wörter lassen eine Frau zurückschrecken, auch die Bildsprache ist entscheidend. Die Meinung über Ihr Unternehmen wird stark davon beeinflusst, was Ihre Bilder, Grafiken oder Videos über Sie aussagen. Seien Sie authentisch, und stellen Sie den typischen Arbeitsalltag mit Bildern dar. Nicht selten wird im MINT-Bereich mit abstrakten und futuristischen Grafiken gearbeitet – für weibliche Talente zählt vor allem aber ein glaubwürdiger Eindruck in Ihr Unternehmen und das am besten in hellen Farben.

So zeigen Sie auch, dass Diversität in Ihrem Unternehmen tatsächlich gelebt wird. Fotos und Videos mit künftigen Kollegen können auch darstellen, wie die Arbeit in einem von Männern dominierten Team aussehen wird. Weibliche Talente möchten als kompetent und auf gleicher Augenhöhe mit anderen Mitarbeitern wahrgenommen werden.

Die Arbeitskultur ist entscheidend


Weibliche Talente interessiert an erster Stelle, wie das künftige Arbeitsumfeld aussehen würde. Erst danach setzen sie sich mit den Anforderungen und ihrer künftigen Position auseinander. Frauen recherchieren ausführlicher als Männer. Sei es auf Social-Media oder durch ehemalige Mitarbeiter – sie machen sich zunächst ein genaues Bild über ihren potentiellen neuen Arbeitgeber. Können sich Frauen in Ihrem Unternehmen wohl fühlen?

Die extremste Ausprägung einer männlich dominierten Unternehmenskultur findet sich im Silicon Valley. In vielen großen High-Tech-Firmen ist die “Bro-Culture” oder “Hacker-Kultur“, wie sie dort genannt wird, gang und gäbe. Die männlich-dominierte Kultur ist geprägt von Verhaltensweisen, die typisch sind, wenn die Arbeitskollegen wie Freunde oder Brüder behandelt werden. Frauen fühlen sich in solch einer Umgebung jedoch meist unwohl oder haben sogar das Gefühl sie würden diskriminiert. Eine “neutrale“ Unternehmenskultur ist eine Grundvoraussetzung, wenn Frauen erfolgreich für MINT-Positionen rekrutiert werden sollen. Erzählen Sie schon in Ihrer Stellenanzeige, wenn Ihre Firma Bedingungen wie “Teilzeit”, “Rückkehr zur Vollzeit” oder “Weiterbildungen” anbietet.

Der frühe Vogel..


Lernen Sie ihr künftiges Personal schon früh kennen. Ganz nach dem Sprichwort, sollten Sie schon während der Ausbildung auf sich aufmerksam machen. Immer mehr Frauen entscheiden sich für den Berufsweg im MINT-Sektor, doch die meisten Fachkräfte befinden sich noch in der Schule, Ausbildung oder im Studium. Seien Sie also in den Schulen präsent oder laden Sie zum Tag der Offenen Tür ein. Ermöglichen Sie Praktika und bleiben Sie mit den Talenten in Kontakt. So können sich die Interessentinnen schon vorab ein Bild machen und die Wahrscheinlichkeit, dass Sie dann bei gegebener Zeit eine Bewerbung erhalten wird enorm gesteigert.

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